CDU-Kreistagsfraktion besucht Schlossschule in Gräfenhausen – Erste Schule im Landkreis mit verpflichtender Anwesenheit bis 14:30 Uhr

„Das Konzept der Schlossschule in Gräfenhausen, das uns durch die Schulleitung und Vertreter des Staatlichen Schulamtes vorgestellt wurde, hat viele Bedenken ausgeräumt und uns angenehm überrascht“, berichtet der schulpolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion Sebastian Sehlbach. „Wir sind keine Anhänger der verpflichtenden gebundenen Ganztagsschule, können uns aber mit dem verpflichtenden Konzept von 8:00 Uhr bis 14:30 Uhr von Montag bis Donnerstag anfreunden.“

Die Schlossschule hat seit dem laufenden Schuljahr gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt ein Konzept des „rhythmisierten Unterrichts“ entwickelt. Dies stellt einen Mix von An- und Entspannung, Lernen und Freizeit, von Phasen gemeinsamen und individuellen Lernens dar. Die Hausaufgaben im üblichen Sinn gibt es für die Kinder nicht mehr. Momentan erfüllt die Grundschule bereits alle Voraussetzungen des Ganztagsschulprofils 3 bis auf die verpflichtende Uhrzeit bis 16:00 Uhr oder 17:00 Uhr. Die ca. 210 Schülerinnen und Schüler haben alle 28 Unterrichtsstunden in der Woche und essen gemeinsam zu Mittag. Ab 14:30 Uhr besteht die Möglichkeit für die Inanspruchnahme einer kostenpflichtigen Betreuung bis 17:00 Uhr. Dieser zeitliche Kompromiss treffe auf den Zuspruch der Kinder, der Eltern und des Lehrerkollegiums. „Für uns ist wichtig, dass einerseits  die Kinder im Anschluss an die Schule noch ausreichend Gelegenheit für Freizeit und Vereinsaktivitäten haben, und andererseits für die Eltern die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Betreuung nach 14:30 Uhr besteht“, ergänzt der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Lutz Köhler. „Wir sind stolz, dass solch ein hessenweites Modellprojekt in unserem Landkreis und in meiner Heimatkommune realisiert werden konnte.“

Das Land Hessen sorgt ca. für eine 120 %-ige Lehrerversorgung. Um allerdings ein Ganztagsangebot wie an der Schlossschule zu realisieren, benötigt man nach Berechnungen der Schulleitung ca. eine 135 %-ige Lehrerversorgung. Daher ist die Schule auch auf Unterstützung des Fördervereins und der Stadt Weiterstadt angewiesen.

„Um dieses Modell auf weitere Schulen zu übertragen, muss das Land Hessen weitere finanzielle Mittel in den Ausbau und vor allem in die laufende Lehrerversorgung der Ganztagsschulen investieren", fordert Sehlbach.

„Wir hoffen, dass die Baumaßnahmen an der Schlossschule bis nach den Sommerferien abgeschlossen werden, damit die Schule ihr Modellkonzept in einem passenden Lernumfeld umsetzen, und als Bespiel für andere Schulen, weiterentwickeln kann. Wir danken dem Staatlichen Schulamt, der Schulleitung, dem Lehrerkollegium, den Eltern, dem Förderverein und den Schülerinnen und Schülern sowie der Stadt Weiterstadt für ihr beispielhaftes Engagement“, so Köhler abschließend.

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